Was ist die AWN

Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten am Niederrhein

Die AWN ist der Zusammenschluss anerkannter Werkstätten für Menschen mit Behinderungen am Niederrhein. Gemeinsam vertreten wir die Interessen unserer Werkstätten, fördern den fachlichen Austausch und stärken die Qualität der Angebote im Bereich Arbeit, Bildung und Teilhabe.
Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen eine verlässliche berufliche Perspektive zu bieten und gleichzeitig Unternehmen, Kommunen und gesellschaftliche Akteure als starke Partner einzubinden.

Unser Auftrag

Die Werkstätten im AWN-Verbund erfüllen den gesetzlichen Auftrag gemäß SGB IX:

  • berufliche Bildung ermöglichen,
  • Teilhabe am Arbeitsleben sichern,
  • individuelle Entwicklung fördern,
  • persönliche Fähigkeiten stärken und
  • die soziale Teilhabe unterstützen.

Dabei stehen Selbstbestimmung, Inklusion und die Vielfalt menschlicher Lebenswege im Mittelpunkt unseres Handelns.

Unsere Aufgaben als Verbund

Die AWN unterstützt ihre Mitgliedswerkstätten durch:

  • fachlichen Austausch und Vernetzung
  • Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
  • vertretende Interessenarbeit in Politik und Gesellschaft
  • Förderung innovativer Arbeits- und Förderkonzepte
  • Kooperationen mit Wirtschaft und regionalen Partnern
  • Organisation gemeinsamer Projekte, Fortbildungen und Initiativen

Wir verstehen uns als Plattform, die Ideen bündelt, Synergien schafft und die Zukunft der Werkstätten am Niederrhein aktiv mitgestaltet.

„Wir suchen keine Menschen für unsere Arbeit: Wir sind stetig auf der Suche nach neuen Arbeitsangeboten für die Menschen, für die wir da sind!“

Stark in der Region

Die AWN vereint Werkstätten aus dem gesamten Niederrhein. Die Standorte unterscheiden sich in ihren Schwerpunkten, Stärken und Angebotsbereichen – gemeinsam bilden sie ein leistungsfähiges Netzwerk aus überregionaler Erfahrung und regionaler Verankerung.

Unsere Werte

  • Inklusion: Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen selbstverständlich teilhaben.
  • Würde & Respekt: Jeder Mensch hat ein Recht auf Anerkennung, Selbstbestimmung und Förderung seiner Fähigkeiten.
  • Qualität: Unsere Werkstätten arbeiten professionell, zuverlässig und wirtschaftlich.
  • Partnerschaft: Wir verstehen uns als verlässliche Partner für Menschen, Unternehmen und Institutionen.
  • Zukunftsorientierung: Wir entwickeln Arbeits- und Förderangebote stetig weiter – fachlich, digital und gesellschaftlich.

Gemeinsam für eine inklusive Arbeitswelt

Die AWN stärkt den Austausch zwischen Werkstätten, regionaler Wirtschaft, Bildungsträgern, Kommunen und Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, berufliche Teilhabe zu ermöglichen, Übergänge zu fördern und neue Wege für ein inklusives Arbeitsleben am Niederrhein zu öffnen. Werkstätten bieten darüber hinaus viel mehr als eine Arbeitsstelle für Menschen mit Behinderung! Werkstätten verstehen sich als Bildungs- und Sozialraum.

Arbeitsbegleitende Angebote können umfassen:

Kurse zu Bewegung, Sport und Gesundheit

  • Medien- und Computertrainings
  • Bildungsangebote zu Alltagsthemen
  • Förderung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten
  • Entspannungs- und Stressbewältigungskurse
  • lebenspraktisches Training
  • kreative Angebote wie Kunst, Musik oder Theater

Diese Angebote unterstützen Menschen dabei, sich weiterzuentwickeln, Selbstvertrauen zu stärken und neue Interessen zu entdecken.

Soziale Teilhabe & Gemeinschaft

Werkstätten sind zugleich soziale Lebens- und Begegnungsorte. Sie bieten:

  • stabile Tages- und Wochenstrukturen
  • soziale Kontakte und Gemeinschaft
  • Orientierung und Sicherheit
  • Möglichkeiten, neue Rollen und Verantwortungen zu übernehmen

Für viele Menschen ist dies entscheidend für Lebensqualität, Stabilität und gesellschaftliche Zugehörigkeit.

Mitbestimmung & Selbstvertretung

Selbstbestimmung ist ein zentrales Anliegen der Werkstätten. Beschäftigte haben umfangreiche Mitbestimmungsrechte.

Dazu gehören:

  • Werkstatträte (gewählt von allen Beschäftigten)
  • Frauenbeauftragte
  • Beteiligung an Entscheidungen im Arbeitsalltag
  • Mitwirkung an der Gestaltung des Werkstattlebens
  • Unterstützung durch qualifizierte Vertrauenspersonen

Mitbestimmung stärkt Demokratiekompetenz, fördert Selbstvertrauen und ermöglicht echte Teilhabe.

Persönliche Entwicklung & individuelle Ziele

Im Rahmen der individuellen Förderplanung werden persönliche Entwicklungswünsche berücksichtigt, zum Beispiel:

  • Ausbau beruflicher Kompetenzen
  • Förderung von Selbstständigkeit
  • Verbesserung sozialer Fähigkeiten
  • Vorbereitung auf Außenarbeitsplätze
  • Stabilisierung und Stärkung im Alltag
  • persönliche Zukunftsplanung

Die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen und Zielen jedes einzelnen Menschen.

Werkstätten im Wandel – Antworten auf aktuelle Fragen

(Der integrierte Kritik-/Diskussionsblock, sachlich, transparent, professionell.)

Die gesellschaftliche Diskussion über Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ist wichtig. Auch wir im AWN-Verbund setzen uns intensiv damit auseinander.

Werkstätten erfüllen einen klaren gesetzlichen Auftrag (SGB IX). Sie bieten berufliche Bildung, Beschäftigung und persönliche Förderung für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung aktuell nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können.

Viele Menschen benötigen die strukturierte Umgebung, die individuelle Begleitung und die sozialen Angebote, die Werkstätten bieten.

Die Frage nach einer angemessenen Entlohnung wird bundesweit diskutiert. Werkstätten zahlen nach der geltenden gesetzlichen Grundlage ein Grund- und Steigerungsentgelt. Bund, Länder und Verbände arbeiten derzeit an Weiterentwicklungen der Entgeltstrukturen. Der AWN-Verbund begleitet diese Entwicklungen aktiv.

Ja – aber in individuellem Umfang.
Werkstätten bieten:

  • Praktika in Unternehmen
  • betriebsintegrierte Arbeitsplätze (BiAP)
  • Übergangsunterstützung durch Fachdienste

Für manche Menschen ist der Übergang möglich und wird erfolgreich begleitet. Für andere bietet die Werkstatt langfristige Stabilität und Lebensperspektive.

Werkstätten sind spezialisierte Einrichtungen, aber sie sind keine geschlossenen Systeme. Sie kooperieren eng mit Unternehmen, Bildungsträgern, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Partnern. Viele Angebote – beruflich, sozial, kreativ – sind heute inklusiv geöffnet und werden stetig weiterentwickelt.

Werkstätten befinden sich in einem dynamischen Wandel:

  • Ausbau betriebsintegrierter Arbeitsplätze
  • stärkere Kooperationen mit Unternehmen
  • Digitalisierung von Arbeitsfeldern
  • innovative Arbeits- und Bildungsangebote
  • Förderung von Selbstbestimmung und Empowerment
  • Weiterentwicklung der Entgelt- und Teilhabestrukturen

Der AWN-Verbund gestaltet diesen Wandel aktiv mit.

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